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Bericht des Pflegamtes des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde über dessen Wirksamkeit im Jahre ... · 1919-01-01 · 1919 (über das Jahr 1918) · p. Seite 2

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Journal
Bericht des Pflegamtes des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde über dessen Wirksamkeit im Jahre ...
Volume
1919 (über das Jahr 1918)
Date
1919-01-01
Page
Seite 2 (sequence 5)
Language
German
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Auch die lang ersehnte Demobilmachung hatte eine Erleichterung nicht im Gefolge, im Gegenteil: sie legte uns neue große Opfer auf. Unsere heimkehrenden Krieger waren zum großen Teil nicht imstande, ihre frühere Tätigkeit ohne weiteres wieder aufzunehmen und auch die allmählich einsetzende Arbeitslosenunterstützung gewährte nur eine teilweise Erleichterung, da sie ausschließlich Angestellten, nicht aber früher Selbständigen zuteil wurde. Ferner mußten und müssen noch heute die Familien vieler unserer immer noch in Gefangenschaft schmachtenden Krieger weiter unterstützt werden. Durch alle diese Umstände waren wir gezwungen, die gewährten Unterstützungen vielfach weiter zu erhöhen. Unsere Gesamt-Ausgaben erreichten die höhe von M. 300 8 l 9.28. Nur durch die auch im Berichtsjahre wieder betätigte Gpferwilligkeit unserer Gönner, in Verbindung mit den uns gewährten Zuschüssen von Behörden, Stiftungen und lvohltätigkeitsanstalten war es uns möglich, dieses schöne Resultat zu erreichen und dadurch wenigstens den dringendsten Anforderungen gerecht zu werden. herzlichen Dank allen edlen Spendern, die dazu beigetragen haben, Not und Elend zu lindern und so manche gefährdete Existenz wieder auszurichten, zu erhalten oder zu stützen. Mir hoffen zuversichtlich, Gehör zu finden, wenn wir an unsere Glaubensgenossen die herzliche Bitte richten, ihren bekannten Opfersinn auch weiterhin zu betätigen, indem sie: dem Mmosenkasten einen festen Jahresbeitrag zuwenden oder den bisherigen erhöhen und uns bei Zreud und Leid bedenken. Auch im abgelaufenen Jahre galt unsere besondere Aufmerksam- - keit der Fürsorge verlassener und schutzbedürstiger Kinder. Unter unserer Sammelvormundschaft befanden sich im Lause des Jahres 221 Kinder. Die Aufwendungen betrugen UI. 51644.—. hierzu haben beigetragen: Der israel. hülssverein und Almosenkasten je KT. 15500.—, das Jugendamt M. 13144.—, die Adelheid Geiger-Stiftung M. 2250.—. Der Nest wurde ausgebracht durch die Stiftung für gebrechliche oder verwahrloste Kinder, das Gesterr.-Ungar. Konsulat, die Zentrale für private Fürsorge, Frau Baronin von Rothschild und andere. Die Familie Heinrich T. Bauer hat auch im verflossenen Jahre in hochherziger Weise durch mehrere Spenden von insgesamt-M. 10200.— 5% Kriegsanleihe den bestehenden Heinrich T. Bauer-Fonds verstärkt, herzlichen Dank auch für diese Gaben.

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