Bericht des Pflegamtes des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde über dessen Wirksamkeit im Jahre ...
- Journal
- Bericht des Pflegamtes des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde über dessen Wirksamkeit im Jahre ...
- Volume
- 1918 (über das Jahr 1917)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 4)
- Language
- German
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o berührt und auch den Almosenkasten gezwungen hat, die Zuwendungen an Bedürftigte und Kranke wesentlich zu erhöhen. Unsere Ausgaben für Unterstützungen erreichten infolgedessen die beträchtliche Summe von M. 304341.49. Wir sind aber wieder in der angenehmen Lage, mitteilen zu können, daß sowohl die Zuschüsse der nachstehend namentlich aufgeführten Behörden, Stiftungen und Wohltätigkeitsanstalten entsprechend zugenommen haben, als auch der uns treue Kreis der privaten Wohltäter sich noch erweitert und in richtiger Erkenntnis der Bedürfnisse außerordentliche Opfer gebracht hat. Dadurch waren wir imstande, wenigstens den dringendsten Anforderungen einigermaßen gerecht zu werden, und wir sagen hiermit allen gütigen Gebern herzlichen Dank. Leider besteht immer noch keine Aussicht auf eine Wendung zum Besseren; im Gegenteil — das neue Jahr zeigt wieder eine Vermehrung der Ansprüche, namentlich hervorgerufen durch die Erhöhrmg der Wohnungsmieten. Wir müssen daher von neuem an unsere begüterten Glaubensgenossen die inständige Bitte richten: Wenden Sie dem Almoscnkasten einen festen Jahresbeitrag zu oder erhöhen Sie den bestehenden und bedenken Sie uns auch weiterhin bei Freud und Leid. Auch in diesem Jahre galt unsere besondere Aufmerksamkeit der Fürsorge für verlassene und schutzbedürftigte Kinder. Unter unserer Sammelvormundschaft befanden sich im Laufe des Jahres 180 Kinder; weitere 16, die nicht der Vormundschaft unterstehen, mußten versorgt werden. Die Aufwendungen für die unter unserer Obhut stehenden Kinder verursachte einen Kostenaufwand von M. 32 600.— (im Vorjahre M. 26184.—). Hierzu trugen bei: Israel. Hülfsverein und der Almosenkasten je M. 7500.—, das Jugendamt M. 9915.—, die Adelheid Geiger-Stiftung M. 2250.—. Der Rest wurde durch den Verein Kinderschutz, die Zentrale für private Fürsorge, das K. u. K. Oesterr.-Ungar. General-Konsulat, die Stiftung für gebrechliche oder verwahrloste Kinder, den Landeshauptmann und Freifrau Wilhelm von Rothschild aufgebracht. Die Familie Heinrich T. Bauer hat auch im verflossenen Jahre ihren edlen Wohltätigkeitssinn bekundet durch verschiedene weitere Spenden im Gesamtbeträge von M. 6600.— 5%tge Kriegsanleihe zur Verstärkug des bestehenden Heinrich T. Bauer-Fonds. Herzlichen Dank für diese Gaben. Unsere seit Jahren bestehende Einrichtung, Grabdenkinäler und Grabstätten auf dem hiesigen Gemeindefriedhof zu unterhalten und