... Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung e.V. zu Frankfurt a.M.
- Journal
- ... Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung e.V. zu Frankfurt a.M.
- Volume
- 7.1914 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
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11 Mädchen Verdienst verschaffen konnten, erschien uns diese Nebenleistung des Vereins so wertvoll, daß wir sie in den Kreis unsrer regelrechten Hilfsarbeit einreihlen. Wir begannen unsre Arbeit Ende August, und es sei an dieser Stelle den Damen, die uns in der ersten Zeit die Arbeitsräume und die notwendigen Nähmaschinen zur Verfügung stellten, sowie Herrn Direktor Schnarr, der »ns neuerdings die Parterrewohnung des Hauses Langestraße 32 in entgegenkommender Weise überließ, der herzliche Dank des Vereines ausgesprochen. Ganz besonders aber danken wir den Damen, die sich der Näharbeit selbst widmeten und durch ihre nimmermüde Bereitschaft und Hingabe au unsre Bestrebungen die große Leistungsfähigkeit und de» Erfolg der Nähabteilung bewirkten, sowie denen, die uns durch Geschenke die Ausführung unserer Arbeit ermöglichten. Die der Nähstube unmittelbar überwiesenen, daher nicht im Spendenverzeichnis der Frauenvereinigung anfgeführten Beträge sowie alle Zuwendungen an Wäsche, Stoffen, sonstigen Materialien sowie Liebesgaben können hier nicht einzeln aufgeführt werden, da infolge der großen Opferwilligkeit unserer Freunde dies den uns zur Verfügung stehenden Raum überschritte. Die Spendeuverzeichnisse liegen jedoch in der Nähstube zur Einsicht auf, wo wir Interessenten gerne willkommen heißen. Wir schickten an unsre Soldaten ungefähr 40 große Kisten mit warmer Unterwäsche, Hemden, Zacken und Hosen, Lungenschützern, Leibbinden, Kopf-, Puls- und Kniewärmern, Strümpfen, Fußlappen or., desgleichen an die Lazarette: Hemden, Schwesternschürzen, Bettwäsche, Handtüchex, weiche Kissen und warme Decken; allen Sendungen waren reichlich Liebesgaben in Form von Eßwaren beigefügt. Wie viel Freude unsre Sendungen hervorgerufen, wie oft sie gerade zur rechten Zeit einem vorhandene» Mangel abgeholfen haben, beweisen zahlreiche, von den Empfängern und den Lazarettleitern uns zugegangene Dankschreiben. Für die durch den „Verein jüdischer Krankenpflegerinnen" neu eingerichteten sechs Waggons des von diesem Verein übernommenen Frankfurter Lazarettzuges P.!. haben wir die Wäscheausstattuug. bestehend aus 50 Verwundetenhemden 24 Trägerschürzen 12 Dienerfchürzen