... Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung e.V. zu Frankfurt a.M.
- Journal
- ... Jahresbericht der Jüdischen Frauenvereinigung e.V. zu Frankfurt a.M.
- Volume
- 7.1914 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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Jahresbericht. ^SÄT'ie „Jüdische Frauenvereinigung" erlaubt sich, ihren Mitgliedern nnd Freunden den siebten Jahresbericht (Geschäftsjahr 1914) zu übersenden. Für die ersten Monate des Berichtsjahres war unser Wirken den gleichen Zwecken und Zielen wie im verflossenen Jahre gewidmet. Da brachte uns der plötzlich hereingebrochene gewaltige Krieg neue heilige Pflichten und Aufgaben. Die jiidischen Frauen aller Kreise erfaßten gleich ihren nichtjüdischen Schwestern die tiefe Bedeutung dieser großen Zeit, sie begriffen, daß von ihnen vollste Hingabe aller Kräfte gefordert werde, galt es doch der Not entgegenzutrelen, der schrecklichen Begleiterin des Krieges, die Leben, Sicherheit und Wohlfahrt unzähliger Existenzen bedrohte. Indem nun die "Anforderungen an die soziale Fürsorgetätigkeit alsbald gewaltig wuchsen, erkannte man, daß eine gedeihliche Lösung der schweren Aufgaben nur durch ein harmonisches Zusammenarbeiten aller gleichstrebenden jüdischen Frauenvereine ermöglicht werde. Diese Zusammenarbeit wurde iu einer am 9. August 1914 durch den isr. Frauenverein „Weibliche Fürsorge" einberufenen Sitzung, zu der Delegierte sämtlicher jüdischer Frauenvereine geladen waren, beschlossen und zu gedeihlichem Ende in die Wege geleitet. Wir können heute mit Genugtuung feststellen, daß die seil Kriegsbeginn durchgeführte Zusamnienarbeit niit der „Weiblichen Fürsorge" auf den Gebieten der Wohlfahrtspflege und Unterstützungstätigkeit sich vortrefflich bewährt und den gehegten Erwartungen ganz nnd voll entsprochen hat. Auch die in diesem Jahre angeknüpften Beziehungen zu den Vereinen: Israel. Hilfsverein, Almosenkasten, Familiensürsorge nnd Wohlfahrtspflege 1914 haben unsere Arbeit günstig beeinflußt und ihren Erfolg und ihre Wirksamkeit erhöht. — Stellenvermittlung. Die ungünstigen Zeitverhältnisse sind »aturgeniäß auch auf unsere Stellenvermittlung nicht ohne Einfluß geblieben. Bei Ausbruch des Krieges wurde zahlreichem Geschäfts- und Hauspersonal gekündigt. Trotz