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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1900-01-01 · Aus der Statistik. · p. Seite 199

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1900
Issue
Aus der Statistik.
Date
1900-01-01
Page
Seite 199 (sequence 16)
Language
German
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199 letzung der Bestimmungen über die Sonniagsruhe, hinzugekommen ist (Zeile 4i), wegen dessen im letzten Jahrviert 26 172 Deutsche und 2060 (statt 304) Juden verurteilt worden sind. Bringt man diese Zahlen in Abzug, so stellt sich die Gesamtkriminalität der Juden sogar günstiger als in den Jahren 82—85. Das stimmt dann auch überein mit den Ergebnissen meiner bereits erwähnten Schrift, in der ich aus Seite 49 erwähnt habe, daß eine relative Verminderung der jüdischen Kriminalität einzutreten scheine und daß diese aller Wahrscheinlichkeit nach dem Drucke zuzuschreiben sei, den die antisemitische Bewegung auf die Enifaltung der jüdischen Eigenart ausübe. Daß diese Verminderung durch das neue Vergehen der Verletzung der Sonntagsruhe ganz verschleiert werden kann, ist insofern lehrreich, als es zeigt, wie sehr die Größe der Gesamtkriminalität von einzelnen, verhältnismäßig unwesentlichen gesetzlichen Bestimmungen beeinflußt werden kann. Elwas ganz Aehnliches wird vermutlich eintreten, wenn die Verurteilungen auf Grund des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb in der Kriminalstatistik austreten werden; etwas Aehnliches würde eintreten, wenn wir eine schärfere Konkursordnung bekämen. Und wenn die Statistik auf Grund einer Rechtsprechung aufgestellt würde, die nach einem Strasgesetzbuche für Juden vorgenommen würde, in dem naturgemäß die spezifisch jüdischen Verbrechen schärfer ungefaßt und in ihrer mannigfachen Eigenart richtiger definiert würden als im deutschen, während die spezifisch deutschen Vergehen, wie beispielsweise Körperverletzung, wahrscheinlich ganz straffrei bleiben würden (wie man z. B. nie etwas darüber hört, daß auf die üblichen Synagogenprügeleien der Juden eine Bestrafung durch die geistlichen Oberen folgt), so würde sich das Verhältnis der beiderseitigen Kriminalitäten ganz sicher umkehren: Die Gesamtkriminalität der Juden würde größer werden als die der in ihrer Mitte lebenden Deutschen. Mit anderen Worten kann man auch sagen, die Einführung der Strafbestimmungen gegen Verletzung der Sonntagsruhe, gegen unlauteren Wettbewerb, gegen Bankrotteure usw. stellt eine Annäherung an ein Strafgesetzbuch dar, wie es in einem Judenstaate nötig wäre. Daß wir diese Strafbestimmungen, die uns nach unserer Volksart mit Recht äußerst kleinlich und chikanös erscheinen, überhaupt brauchen, ist eine Folge der herrschenden Verjudung und das oben erwähnte Zunehmen von Deliktsarten wie Beleidigung und Betrug bei der Gesamtbevölkerung kann man gleichfalls als ein Symptom wachsender geistiger Verjudung des Volkes in Anspruch nehmen. Trotz der günstigeren Gestaltung der Gesamtkriminalität bleiben aber die Juden, wie der zweite Teil der Tafel zeigt, ihrer Eigenart treu. Im Vorkommen gerade der häufigsten jüdischen Delikte zeigt sich eine Steigerung, die weit über die Bevölkerungszunahme hinausgeht, so bei Beleidigung und Betrug. Im Punkte des Bankrotts stehen die Juden am Schluffe der Periode, die unsere Tafel darstellt, verhältnismäßig besser als am Anfänge, vermutlich aus demselben Grunde, aus dem die Verurteilungen wegen Diebstahls bei der Gesamtbevölkerung abgeeinem Jahre durchschnittlich Verurteilten. Daher erscheinen hier die gegebenen Zahlen ungesähr viermal so groß wie in der vorigen Tasel. — Das Verhältnis der deutschen zur jüdischen Bevölkerung ist sür das Jahrviert 1882—85 aus den entsprechenden Angaben der amtlichen Kriminalstatistik berechnet. Das Bevölkerungsverhältnis für das Jahrviert 1894—97 ist. weil die amtliche Statistik keine Angaben über die Ergebnisse der Volkszählung von 95 macht, unbekannt. Ich habe daher das Bevölkerungsverhältnis zu Grunde gelegt, das im Jahre 1890 ermittelt wurde (48 860 586 Deutsche und 567 884 Juden). — Bei den einzelnen Delikten habe ich stets die Nummer hinzugesügt, die sie in der amtlichen Kriminalstatistik führen, damit der Leser in dieser leicht die Stellen ausfinden kann, aus denen ich die Zahlen der Tasel entnommen habe.

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