Illustrirter jüdischer Familienkalender
- Journal
- Illustrirter jüdischer Familienkalender
- Volume
- 5668 = 1907/08
- Date
- 1907-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 209)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 77% known words query
- IRI
…/10622931-10623253--406-10623138- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Schavbes Schmus. Wer von Eich, Ihr gutten Kalender-Ziden, kennt nicht Schabbes- Schmus? Kann es iberhaupt was scheneres geben, als so e Schabbes- Schmus? Me is am Freitag-Abend aus Schul eheim gekummen, wo me hat bewundert dem neien Chasen sei neien Lecho daudi — ttt, wie e schener Rigen! —, me hat sich gelabt an e bekoweten Putterfisch in de braune Brüh mit Rosinen, me hat sich schon de West ufgeknöppt und dem Schir hamalaus gesungen und da kommt sich ereingegangen mei Freind Awromche Gannef, und nischt lange danach Zankes Afsesponim und mir fangen an zu schmusen: e richtigen bekoweten Schabbes-Schmus: „Was sagste Chajim uor zu de Chuzpe von unserm Parnetz? Geht sich hin und macht e Anschlag an de Schul: „Die Herren Bulbattim sennen gebeten, bei Schma nischt die Augen so lange zuzuhalten, der Vorstand kommt vor nischt aus," — als ob mir lauter Gannowim wären?" — „Mwas willste Zankes, bei de heintigen Zeiten? Du sehst doch dem Parrech, dem Schloime Gameldick? Sei eigen Fra«, sei Rebeckche, muh ihm dabei treffen, wie er seine Schickse kitzt!" — „Oi weh, un was Hot Rebeckche dazu gesogt?" — „Gesogt nischt, norr ...... gethun!" — Eso werd nn hin un hergeschmust, un all diesem Schabbes-Schmus hob ich zusammengetragen un me hat dadervon e Buch gemacht un verlegt — jiddische Witze verlegt me eigentlich nischt, die -erzählt me — nebbich bei Hermann Seemann Rachf. NW. 87, Wullenweberftr. 8, un wenn Zhr dem Schmus wellt lesen, gehts an Eiren Buchhändler oder schickts ein e Mark und 1© Pf. (vor Porto), chotfchik in Briefmarken, dann bekommt ers dem Schabbes-Schmus von Eirem ergebensten Chaim Jossel, Schmonzes-Berjonzes-Fabrekant.