Illustrirter jüdischer Familienkalender
- Journal
- Illustrirter jüdischer Familienkalender
- Volume
- 5668 = 1907/08
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 59 (sequence 68)
- Language
- German
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ligem Beschluß. . Kapital 112 004,14 M., jährl. Zinsen 4319 M. — Julius und Rosalie Schulvater-Stiftung. Die Zinsen an arme jüdische Leute (Verwandte des Stifters bevorzugt). Kapital 277 589,35 .M. Verteilung 3. Juni,. 16. November.!— Jfaac Simon Warschauer-Stiftung. Unterstützung würdiger, über 60 Jahre alter, arbeitsunfähiger jüdischer Hausväter oder Hausmütter durch Pensionen. Kapital 40 000 M. —Bütowsche Waisenstiftung. Erziehung jüdischer Waisen weiblichen Geschlechts. Kapital 30 000 M. — Henrietten-Stiftung. (Zweigstiftung der Moses Mendelssohnschen Stiftung.) Generalkonsul Rob. v. Mendelssohn, Jägerstr. 51. Unterstützung und Aus-, stattung von durch die Stiftungen erzogenen Mädchen. Kapital 15 000 M. — Fürsorge- Verein für hilflose jüdische Kinder. Dr. William Levh, Maaßenstr. 22. Kinder im Alter bis zu einem Jahre werden, wenn mutterlos, in Privatpflege gegeben. Kinderheim Artilleriestr. 36b. Mitgl. ca. 800. Gegr. 1903. Sekr. Frl. Worrmann. — Mathilde Weigert geb. Mayer-Stiftung. Von den aufkommenden Zinsen sollen jährlich einige jüdische Mädchen in Ferienkolonien geschickt werden. Kavit. 5000 Nt. Berw. Voistand der jüdischen Gemeinde. — Otto Heß- Stiftung. Armen-Kommission der jüdischen Gemeinde. Für einen bedürftigen erblindeten Familienvater. Kapital 4000 M., jährliche Zinsen 142,60 M. — Philippson-Stiftung. Kapital: 17 454 M. Zweck: Unterstützung. jüdischer Gemeindebeamter und Lehrer in unverschuldeter Not und zum Einkauf in bestehende Hilfskassen. V etto.: D. I. G. B. — Stiftung für Witwen und Waisen von Beamten der jüdischen Reformgemeinde und für dienstunfähige Beamte derselben. Kapital: 142 000 M. Z w e ch: Witwen und Waisen von Beamten der jüdischen Reformgemeinde und dienstunfähige Beamte derselben durch regelmäßige Geldleistungen zu unterstützen. Die Höhe der Unterstützung wird durch Gemeindebeschluß bestimmt. Verw.: Vorstand der jüdischen Reformgemeinde (derz. Vors.: Rud, Masse, W. 9, Leipziger Platze 15). - Alexander Herz-Stiftung. Kuratorium bestehend aus Mitgliedern der jüdischen! Gemeinde des Krankcnhausvorstandes. Für verkrüppelte und sieche jüdische Kinder. Kapital 10 000 M. — Emma Weiß geb. Streitz- Stiftung. Vorstand der jüdischen Gemeinde. Zinsen an Waisenmädchen, welche aus der Pflege der jüdischen Gemeinde entlassen sind, zu verteilen. Kapital 14 000 M. — Julius und Margarete Landecker-Stiftung, für einen bedürftig, jüd. Rekonvaleszenten. Kapital 1000 M. Vergeb. 14. Mai. — Friederike Friedmann geb. Heymann-Legat. Für erwerbsbezw. arbeitsunfähige alte Frauen. Kapital 3000 M. — Kuratorium des Fonds für verschämte Arme. Aushilfe für hier ortsangehörige verschämte Arme. Kapital 24 000 M. — Ludwig Alexander Veitmeyer-Legat. Die jeweiligen Zinsen werden vom Vorstande der jüdischen Gemeinde d. Armenkommission für verschämte Arme angewiesen. Kapital 1500 M. Verteilung 12. Oktober. —> Ludwig Wollenberg-Stiftung, f. einen über 60 Jahre alten, würdigen und bedürftigen Juden. Kapital 5000 M., jährl. Zinsen 187,50 M. Verteilung Februar. — Julie Friedheim geb, Baum-Stiftung. Für würdige Personen, die durch Krankheit verhindert sind,- ihren Lebensunterhalt zu erwerben. Kapital 63 000 M., jährl. Verfügungssumme 2396,24 M. -— Frau Dr. Bertha Loewenberg geb. Wollenberg-Stiftung, für eine chronisch kranke Person weiblichen Geschlechts im Alter von 20 bis 30 Jahren. Kapital 2000 M., jährl. Verfügungssumme 75 M. Verteilung 8. April. — Ludwig Lessing-Stiftung. % Zinsen für Krankenpflege, Armenunterstützung, Erziehung und Bildung oder ähnliches. Kapital 1875 M. — Verteilung 15. Juni. — Sara Levy geb. Jtzig-Stiftung. Zinsen zu milden Zwecken, namentlich Krankenpflege. Kapital 96 000 M. — Agnes und Adolf Seligsohn- Stiftung,. für einen hilfsbedürft, kranken jüdischen Familienvater, Kaufmann oder Handwerker. Kapital 3000 M>, Verteilung 5. Juli. — Emil und Adele Crzelitzer-Stiftung. Jährliche Unterstützung von zwei jüdischen Witwen, die krank sind, sich in schlechten Verhältnissen befinden. Verwandte bevorzugt. Kapital 20 000 M. — Adelheid Goldhorn geb. Wolffsheim-Stiftung. Sobald Zinsen 6000 M. betragen, sollen jüdische verwandte Mädchen der Stifterin bei Verheiratung oder im 30. Lebensjahre Zinsen erhalten. Kapital 75 000 M. — Jacob Ludwig Badt-Stiftung. Zinsen zur Ausstattung armer Bräute. Kapital 4200 M. — Rebecca Stern-Bräute-Ausstattungs-Stiftung. Die dreijährigen Zinsen sind als Beihilfe zur Ausstattung einer oder zweier jüdischer Bräute zu verwenden. Kapital 4000 M. Verteilung möglichst 7. Oktober. — Moritz Rießsche Stiftung. Ausstattung von Bräuten zunächst aus der Familie des Stifters. Kapital 18 000 Mark jährlich. Zinsen ca. 650 Mark. — Regina Ephraimsohn geb. Berliner-Stiftung. K a - pital: 500 M. Zweck: Zinsen werden am 25. September einer armen jüdischen Wöchnerin ausgezahlt. Auswahl trifft Frau Regina Ephraimsohn. Verw.: Armenkommissiön. — Betty Lachmann- Stiftung. Kapital: 5325 M. Zweck: Zinsen werden an arme jüdische Wöchnerinnen (Ehefrauen) verteilt und zwar zu jeder Zeit. Verw.: Armenkommission. — Leopold Sophie Troppau-Stiftung. Kapital: 4000 M. Zweck: Unterstützung jüdischer Mädchen, nicht unter 14 Jah- 59