Illustrirter jüdischer Familienkalender
- Journal
- Illustrirter jüdischer Familienkalender
- Volume
- 5668 = 1907/08
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 56 (sequence 65)
- Language
- German
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N. 4, Chausseestr. 2. — M. I. Bodensteins Aufhilfe-Fonds. Kapital: 5200 M. Zinsen zur Unterstützung eines unverschuldet in Not geratenen unbescholtenen verheirateten jüdischen Handwerkers oder Künstlers, der keine laufende Armenunterstützung erhält. Verteilung 11. Februar. Verw.: Armenkommission. — Baer Philipp Goldschmidts che Familienstiftung. Kapital: ca. 410 000 M. Zweck: Unterstützung jüdischer Familienväter zur Aushilfe in ihrem Gewerbe, Unterstützung von armen Verwandten des Stifters zur Aushilfe und zur Verheiratung, Unterstützung hier studierender oder aus der Durchreise befindlicher jüdischer Theologen, Unterstützungen von Krankenhäusern, jüdischen Vereinen und einzelnen Talmudisten nach speziellen testamentarischen Bestimmungen. Vors, des Kuratoriums z. Z.: Julius Kalmus, W. 30, Neue Winterfeldtstr. 13. — Oppenheims Aushilfe-Fonds. Kapital: 7400 M. Zinsen in beliebiger Höhe, jedoch nur zur radikalen und rechtzeitigen Aushilfe, an jüdische Personen. Verw.: Armenkommission. — Stiftung eines Ungenannten. Kapital: 92 500 M. Unterstützung zur geschäftlichen Aushilfe oder fortlaufend für hiesige unbescholtene jüdische Familienväter nicht unter 50 Jahren; event. auch an Witwen solcher. Nanny, Julius und Rosalie Böhm-Stiftung, N. 54, Weinbergsweg 12a. Kapital: 225 000 M. Vors, des Kuratoriums: Handelsrichter Hugo Deutsch, W. 10, Regentenstr. 22. Zweck: Unentgeltliche Aufnahme, Beköstigung und Kleidung von 10—12 aus der Waisenpflege der jüdischen Gemeinde entlassenen Waisenmädchen während dreier Jahre, zur Erlernung und Ausübung eines Berufes. — Julius Cunow - Stiftung. Kapital: 3200 M. Zweck: Unterstützung würdiger jüdischer Witwen. Verteilung am 26. Mai. Verw.: Armenkommission. — Julius und Alice Josephy-Stiftung. Kapital: 1000 M. Zweck: Jährlich 20 M. an eine arme jüdische Witwe. Verw.: Armenkommission. — Caspar Mifch-Stiftung. Kapital: 600 M. Zweck: Zinsen am 9. September an eine jüdische Witwe mit einem oder mehreren Söhnen. V er w.: Armenkommission. — M. W. Brasch-Stiftung. Kapital: 10 000 M. Zweck: Zinsen zur Erziehung von Waisen der Israelitischen Synagogengemeinde (Adatz Jisroel). Verw.: Vorstand der Israelitischen Synagogengemeinde, Artillerieftr. 32. — Wolf und Clara Hagelberg-Stiftung. Kapital: 80 000 M. Zweck: Unterhalt von 4—5 jüdischen Waisen oder Kindern armer Eltern durch Unterbringung bei vertrauenswürdigen Pflegerinnen. Verw. durch ein Kuratorium. Vors.: Direktor Dr. Jutrosinski, N. 54, Weinbergsweg 11c. — Marianne Johnsonsche Stiftung. Kapital: 12100 M. Zweck: Unterstützung armer Studierender der israelitischen Theologie. Verw.: Vorstand der jüdischen Gemeinde. — Adolph Arnsteinfche Stiftung. Kapital: 30 000 M. Z w e ck In Berlin immatrikulierte Studierende der Rechtswissenschaft, der Medizin und der Geschichte ohne Unterschied des Glaubens auf 1—4 Jahre jährlich nicht unter 300 M. und nicht über 900 M. Stipendien zu gewähren. Bewerbungsgesuche bis 15. Januar Universitäts-Sekretariat. Verw.: Senat der Königl. Friedrich Wilhelm-Universität. — Heimann Breßler-Stiftung. K ap i t a 1: 30 300 M. Zweck: 4 Stipendien zu 300 M. an deutsche Studier en de der Medizin der hiesigen Universität. Zur Hälfte an Christen, zur Hälfte an I ud e n. Gewährung des Stipendiums in der Voraussetzung, daß der betreffende den Kapitalsbetrag der ihm von der Stiftung gewährten Unterstützung bar zurückerstattet, wenn er später in gute Vermögenslage kommt. Verteilung am 1. Mai, Bewerbungen bis 10. März. Verw. durch ein Kuratorium von 3 Personen (Vorsitzender: Stadtrat Dr. Straßmann). — Heinrich Alexander- Stiftung. Kapital: 7600 M. Aus den Zinsen erhält ein j ü d i s ch e r und ein christlicher bedürftiger Studierender ein Stipendium. Die Verteilung im Januar; die Auszahlung in Ouartalsraten. Verw.: Vorstand der jüdischen Gemeinde. — Julius Neumannsche Schüler-Stiftung. Kapital: 24 300 M. Zweck: Unterstützung jüdischer Schüler zum Besuche höherer wissenschaftlicher, technischer oder gewerblicher Anstalten; in erster Linie sind Zöglinge der jüdischen Gemeinde-Knabenschule zu berücksichtigen. Verw. durch ein Kuratorium. Vors.: San.-Rat Dr. N e u m a n n, W. 62, Kurfürstenstr. 126. — Eugen Apolant-Stiftung. Kapital: 25000 M. (wird auf ca. 60 000 M. erhöht). Zweck: Zinsen zur Unterstützung von Juri st en jüdischen Glaubens. Gesuche an das Bureau der jüdischen Gemeinde. — Samuel Simonsche Stiftung. Kapital: 6000 M. Zweck: Unterstützung jüdischer Theologen. Verw.: San.-Rat Dr. Julius Stern, SW. 12, Kochftr. — Felix Meyer-Mende- Stiftung. Kapital: 7000 M. Zweck: Zinsen am 3. Juli an jüdische bedürftige Studierende der hiesigen Universität oder, wenn solche sich nicht bewerben, an Studierende der hiesigen jüdischen Hochschule. Verw.: Armenkommission der jüdischen Gemeinde. — Adolf Ginsberg-Stiftung. Kap i t a l: 60 000 M. Zweck: Jungen b e - fähigten Künstlern, vorzugsweise Malern deutscher Abkunft ohne Unterschied der Konfession durch Verleihung von Stipendien die Mittel für ihre weitere Aus- 56